Magische Momente und sanfte Augen

Wie jeden Monat in der Sommerzeit hatten wir in unserem Wohnheim besonderen Besuch. Eine kleine Karawane von Alpakas ist bei uns eingezogen, wenn auch nur für ein paar Stunden.

Für unsere Bewohnerinnen und Bewohner war dieser Nachmittag ein Highlight, welches immer für Gesprächsstoff und strahlende Gesichter sorgt.

Alpakas besitzen eine besondere Gabe, sie sind unglaublich feinfühlig. Mit ihren großen, dunklen Kulleraugen und ihrer ruhigen, fast schwebenden Art haben sie die Herzen unserer Senioren und Seniorinnen im Sturm erobert.

Besonders faszinierend war es zu beobachten, wie die Tiere die anfängliche Skepsis einiger Bewohnenden im Nu auflösten. Schon nach wenigen Minuten wurde mutig weiches Fell gestreichelt, Alpakas wurden an der Leine durch den Garten geführt und es wurden fleißig Leckerlis verteilt. Selbst Bewohnende, die sich sonst eher zurückziehen, blühten sichtlich auf.

Demenz und Tiere, das ist eine Sprache ohne Worte. Tiere bewerten nicht. Sie fragen nicht nach gestern oder morgen. Sie sind einfach im Hier und Jetzt. Genau deshalb tut der Kontakt mit Alpakas Menschen mit Demenz so unheimlich gut. Die Kommunikation läuft rein über das Gefühl, das Tasten und die sanfte Präsenz der Tiere. Eine Ebene, die von der Demenz unberührt bleibt.

Was macht Alpakas eigentlich so besonders?

Hier sind ein paar spannende Fakten über unsere Lieblingsvierbeiner:

  • Die „Delfine der Weide“: Wegen ihres friedlichen und therapeutischen Wesens werden Alpakas oft auch als die Delfine des Festlands bezeichnet. Sie strahlen eine tiefe innere Ruhe aus, die sich sofort auf den Menschen überträgt.
  • Wollige Herkunft: Alpakas stammen ursprünglich aus den südamerikanischen Anden (vor allem aus Peru) und gehören zur Familie der Kamele.
  • Flüsterer und Summer: Alpakas sind sehr soziale Herdentiere. Wenn sie miteinander kommunizieren oder sich wohlfühlen, machen sie ein sanftes, summendes Geräusch. Dieses „Summen“ hatte im Garten fast schon eine meditative Wirkung auf uns alle.
  • Allergikerfreundlich: Ihr Fell ist unfassbar weich (oft als „Vlies der Götter“ bezeichnet) und enthält kaum Wollfett (Lanolin). Deshalb ist es ideal zum Kuscheln, selbst für empfindliche Menschen.

Ein herzliches Dankeschön

Wir möchten uns von ganzem Herzen bei den Tierführern bedanken, die diesen Nachmittag mit viel Geduld, Empathie und Liebe möglich gemacht haben. Sie haben nicht nur die Tiere mitgebracht, sondern auch ganz viel Wärme und Lebensfreude in unseren Alltag gezaubert.

Bis zum nächsten mal…

das Sonnenberg Team

Podcast über das Wohnheim Sonnenberg

von und mit Joanna Bürki, Alina Ulrich und Melanie Zoller

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